Open Banking und Finnova

Open Banking gehört international zu den Topthemen, wenn es um die zukünftige Entwicklung der Finanzbranche geht. Nicht zuletzt durch die regulatorischen Vorgaben in der EU und in Ländern ausserhalb Europas hat das Thema Aufwind bekommen. Dabei wird Open Banking oft nur als erster Schritt in Richtung Plattformökonomie betrachtet.

Open Banking ist ein Konzept, das es ermöglicht, Kunden-, Produkt- und Transaktionsdaten sowie Zahlungsaufträge sicher und in Echtzeit über offene Anwendungsschnittstellen (Open APIs) auszutauschen – stets mit dem Ziel, ein besseres Kundenerlebnis, mehr Transparenz und mehr Innovation im Finanzsektor zu ermöglichen. Dabei ist Open Banking darauf angewiesen, dass Banken ihre Schnittstellen mit Dritten teilen. Oberste Prämisse für diesen Austausch ist immer das Einverständnis des Kunden.

Open Banking kommt zwar grundsätzlich den Endverbrauchern zugute, fördert aber auch Innovationen und neue Wettbewerbsfelder zwischen Banken und Nichtbanken. In unserem Verständnis umfasst Open Banking weit mehr, als die PSD2-Richtlinie (mit Kontoinformationen und Zahlungsauslösung) in Europa vorschreibt. Grosses Innovationspotenzial besteht in den zahlreichen weiteren Anwendungsfällen.

Im ersten Halbjahr 2021 wollen wir die Grundlage schaffen, dass sich Endnutzer-Applikationen von Drittanbietern effizient, einheitlich und sicher an die Finnova Banking Software andocken lassen. Im Rahmen der Umsetzung des NextGenPSD2-XS2A-Frameworks, basierend auf dem Standard der Berlin Group und des Swiss-NextGen-Banking-API-Frameworks von OpenBankingProject.ch, legen wir den Grundstein für eine zukunfts- und ausbaufähige «Open Banking as a Service»-Lösung. Die beiden Frameworks ermöglichen die Anbindung von Endnutzer-Applikationen für die Geschäftsfälle Zahlungsinitiierung und Kontoinformationsabfragen. Der Ausbau der Lösung um weiterführende Geschäftsfälle wird ebenfalls im Rahmen von OpenBankingProject.ch von Finnova aktiv mitgestaltet.