Finnova News

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Corporate News

  • Finnova verstärkt sich mit Contovista
    2022-05-16 15:30 - (Finnova AG)

    Lenzburg, 16. Mai 2022 – Die Lenzburger Bankensoftware-Herstellerin Finnova AG übernimmt rückwirkend per 1. Januar 2022 das führende Schweizer Fintech-Unternehmen Contovista mit Sitz in Schlieren/ZH. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich zusammen. Finnova hat sich mit der heutigen Eigentümerin Viseca auf eine Übernahme von 100% der Contovista-Aktien geeinigt; über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

    Die Firma Contovista wurde 2013 gegründet und hat sich aus einer «First Mover»-Position zum Spitzenreiter für datenbasiertes Banking in der Schweiz entwickelt. Ihre White-Label-Software sowie ihre Data- & Analytics-Lösungen lassen sich reibungslos in bestehende Banksysteme integrieren. So nutzen mittlerweile mehr als fünf Millionen Kundinnen und Kunden die Contovista-Lösung über ihre Partnerbanken.

    Für Finnova und ihre Kundschaft stellt Data-Driven Banking neben Banking Automation und Digitalisierung & Ecosystem ein strategischer Bereich dar. Mit dem Finnova Analytical Framework bietet Finnova bereits heute ein stark wachsendes Lösungsangebot im Datenbereich – samt einem erfahrenen Team von Datenexpertinnen und -experten. Durch den Zusammenschluss mit Contovista entsteht ein Bereich mit ca. 50 Datenexpertinnen und -experten und entsprechend breit gefächertem Know-how zu den verschiedenen Facetten des Data-Driven Bankings. Aufbauend auf dem bestehendem Lösungsportfolio und der umfassenden Expertise in Data Analytics und Banking bietet Finnova den Banken eine einzigartige Unterstützung bei der Umsetzung datengetriebener Geschäftsmodelle; parallel dazu kann sie ihre eingeschlagene Wachstumsstrategie beschleunigt fortsetzen. Weitere Lösungen wie das Finnova Data Warehouse oder die Bankensteuerungslösung Finnova Control® vervollständigen die verschiedenen datengetriebenen Angebote von Finnova.

    Neben Lenzburg, Seewen, Chur und Nyon wird Schlieren der fünfte Finnova-Standort. Finnova hat den New-Work-Ansatz bereits umgesetzt und ermöglicht ihren Mitarbeitenden ein flexibles Arbeiten von jedem Standort aus. Die Contovista-Mitarbeitenden werden übernommen und mit dem Finnova-Team «Finnova Analytical Framework» in einen neuen Bereich zusammengeführt. Dessen Leitung berichtet direkt an den CEO Hendrik Lang.

    Hendrik Lang, CEO Finnova, äussert sich wie folgt: «Wir freuen uns ausserordentlich über den Zugewinn der Contovista-Mitarbeitenden. Sie erlauben es uns dank ihrem Know-how, unseren Bereich «Data-Driven Banking» weiter auszubauen. Durch den Zusammenschluss verfügen wir über 50 Mitarbeitende, die innovative Data-Analytics-Lösungen für unsere Kundschaft entwickeln. Das Finnova-Kernbankensystem ist nicht Voraussetzung für den Betrieb des Finnova Analytical Framework oder der Contovista-Lösungen. Somit hat der Zusammenschluss keine negativen Auswirkungen auf Bestandskunden von Contovista.»

    «Der Verkauf der Contovista AG bildet Bestandteil unserer konsequent umgesetzten Fokussierung auf die Herausgabe von Bezahlkarten», sagt Max Schönholzer, CEO von Viseca. «Finnova ist dank ihrer Strategie, ihrer Kultur und ihrem Know-how die ideale neue Eigentümerin der Contovista und damit Garant für den weiteren Geschäftserfolg – dies auch im Interesse ihrer Kundinnen und Mitarbeitenden. Contovista ist in guten Händen.»

    Medienmitteilung Finnova Contovista 220516

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    Finnova – Solutions for Smarter Banking

    Seit 1974 steht Finnova für innovative Banking-Lösungen – in der Entwicklung, im Betrieb und in der Beratung. Mit der Finnova Banking Software profitiert die Finnova Community von einer äusserst leistungsstarken und zuverlässigen Banking-Plattform, die sich mit ihrem breiten Funktionsumfang für verschiedenste Geschäftsmodelle end-to-end individuell einsetzen lässt, und dies bei attraktiven Total Cost of Ownership. Die Finnova-Plattform ist offen für Drittapplikationen, so dass sich Banken in Zeiten der Digitalisierung im Markt differenzieren können. Umfassende Flexibilität bietet Finnova auch bei der Wahl des für die Bank geeignetsten Betriebsmodells, ob Einzelinstallation, Multimandanten-Installation oder BPO-Services, unterstützt durch Betriebspartner der Wahl.
    www.finnova.com

     

    Viseca – swiss cashless competence

    Viseca ist eine führende Anbieterin von Produkten und Dienstleistungen im Bereich des bargeldlosen Bezahlens. Dazu gehören die Herausgabe von Zahlkarten (Viseca Card Services SA) und die Erbringung von Dienstleistungen rund ums Kartengeschäft für Issuer (Viseca Payment Services SA). Der Umsatz 2021 lag bei CHF 420.6 Mio. und das Konzernergebnis betrug CHF 50.9 Mio. Viseca ist im Besitz der grössten Schweizer Kantonal- und Retailbanken. Dazu gehören alle Kantonalbanken, die Raiffeisen Gruppe, Entris Banking, Migros Bank, Bank Cler, Regionalbanken sowie Privat- und Handelsbanken.
    www.viseca-payment.ch/corporate

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    Medienkontakte

    Finnova | Nicole Irion ¦ Head of Communication, Marketing & Branding
    +41 62 886 49 60 ¦ nicole.irion@finnova.com ¦

    Viseca Payment Services SA ¦ Hagenholzstrasse 56 ¦ 8050 Zürich
    +41 58 958 60 47 ¦ media@viseca.ch ¦

  • Finnova erhält FinTech Breakthrough Award 2022 als «Best Financial Transaction Security Company»
    2022-03-17 15:00 - (Finnova AG)

    Die renommierten internationalen FinTech Breakthrough Awards würdigen herausragende Produkte und Unternehmen im Bereich der Finanztechnologie.

    Los Angeles (USA) / Lenzburg (CH), 17. März 2022. – FinTech Breakthrough, ein unabhängiges Marktforschungsinstitut, das die besten Unternehmen, Technologien und Produkte auf dem globalen Fintech-Markt auszeichnet, gab heute bekannt, dass Finnova, eine führende Anbieterin von Bankensoftware auf dem Schweizer Finanzplatz, im Rahmen der sechsten jährlichen Vergabe der FinTech Breakthrough Awards als «Best Financial Transaction Security Company» ausgezeichnet wird.

    Die FinTech Breakthrough Awards sind das wichtigste Award-Programm, das innovative, führende und visionäre Fintech-Unternehmen auf der ganzen Welt auszeichnet. Die Awards werden in unterschiedlichen Kategorien vergeben, von Digital Banking über Personal Finance, Kreditwesen, Payments, Investments bis zu RegTech und InsurTech und weiteren mehr. Für die diesjährige Vergabe der FinTech Breakthrough Awards gingen mehr als 3'950 Nominierungen aus aller Welt ein.

    Finnova, Gewinnerin der Auszeichnung «Best Financial Transaction Security Company», stellt Banken und Partnerunternehmen eine effiziente, zuverlässige und flexible Plattform für das moderne End-to-End-Banking zur Verfügung. Mit umfassender Front-to-Back-Software und entsprechenden Services hilft Finnova Retail-, Universal- und Privatbanken dabei, sich in der neuen Ära des Bankings erfolgreich zu positionieren.

    Das Erfolgsrezept von Finnova: das ganzheitliche Finnova Analytical Framework
    Eine der herausragendsten Lösungen von Finnova ist das Finnova Analytical Framework (FAF). Es handelt sich dabei um eine organisch gewachsene, einheitliche und konsistente analytische Plattform, die sämtliche analytischen Bedürfnisse eines modernen Finanzinstituts erfüllt. Basierend auf aktuellsten Datenanalyseverfahren unterstützt das FAF Kundinnen und Kunden bei der präzisen und rechtzeitigen Erkennung von Risiken, Bedrohungen und Chancen. Das FAF adressiert gleichzeitig und konsistent eine Vielzahl von bereichsübergreifenden Themen, von Transaktionsanalyse, Geldwäschereibekämpfung, Betrugserkennung und -prävention bis hin zu Cybersecurity und CRM-Analysen. Dabei werden die Vorteile aus den konsistent generierten Erkenntnissen über die einzelnen Themenfelder fortlaufend verstärkt und miteinander verknüpft.

    Dank des bahnbrechenden interdisziplinären analytischen Ansatzes garantiert das FAF grösstmögliche Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Genauigkeit. Die Erkennungsraten werden optimiert und Fehlanzeigen minimiert. Auf der Grundlage des «Understand Your Customer»-Ansatzes (UYC) erstellt das FAF ein umfassendes 360-Grad-Kundenverhaltensprofil. Dieses wird laufend aktualisiert und mit denselben Daten, Schnittstellen, Infrastrukturen und Prozessen für zahlreiche Compliance- und Non-Compliance-Themen gleichzeitig angewendet.

    Bereits die dritte Auszeichnung für die Finnova-Lösung
    Nach dem Banking IT-Innovation Award der Universitäten St. Gallen und Leipzig im Jahr 2016 und dem FinTech Breakthrough Award 2020 in der Kategorie «Best Predictive Analytics Platform» ist dies bereits die dritte Auszeichnung für das FAF. Die diesjährige Auszeichnung in der Kategorie «Best Financial Transaction Security Company» ist hauptsächlich dem stetigen Ausbau der Transaction-Monitoring-Fähigkeiten des FAF in den letzten Jahren zu verdanken. Hier sind insbesondere Funktionalitäten wie «Digital Fingerprint», «Real-Time Risk-Based Profiling» und die Verarbeitung von Instant Payments hervorzuheben. Diese spezifischen Entwicklungen ergänzen die bereits bestehende FAF-Infrastruktur in den Bereichen Geldwäschereibekämpfung, Betrugserkennung und -prävention sowie Cybersecurity ideal und stärken gleichzeitig die führende Marktstellung des FAF in dieser wichtigen Kategorie.

    «Understand Your Customer» (UYC) setzt einen neuen Standard in der Branche
    «Der ursprünglich aus der Compliance stammende Begriff «Know Your Customer» (KYC) erhält eine völlig neue Bedeutung und entwickelt sich in Richtung eines umfassenden «Understand Your Customer»-Ansatzes weiter», erklärt James Johnson, Geschäftsführer von FinTech Breakthrough. «Im Fokus der Datenanalyse zur Gewährleistung der Transaktionssicherheit stehen der Schutz der Kundinnen und Kunden und ihre Zufriedenheit, aber auch die Integrität der Finanzinstitute. Finnova begegnet dieser Herausforderung mit einer einheitlichen analytischen Plattform, die eine umfassende und konsistente Sicht auf Bedrohungen, Risiken und Chancen bietet. Ich gratuliere dem gesamten Finnova-Team zur Auszeichnung als ‘Best Financial Transaction Security Company’ 2022.»

    Grenzen verschieben und wachsen
    Simon Kauth, Chief Product Officer von Finnova, erklärt: «Wir erleben derzeit eine substanzielle Zunahme beim Volumen und der Geschwindigkeit von Finanztransaktionen über digitale Kanäle. Finnova ist stolz darauf, dank innovativem Produktansatz die geeigneten Mittel zur Sicherung dieser Geschäfte bereitzustellen. Wir sehen nicht nur einen Anstieg des Volumens und der Geschwindigkeit digitaler Finanztransaktionen, sondern auch mehr Cyberkriminalität und Angriffe. Dies erfordert eine ganzheitliche Betrachtungsweise, wie sie unserem Framework zugrunde liegt. Nur eine ganzheitliche Sicht ermöglicht es, sofort auf potenzielle Bedrohungen zu reagieren, selbst wenn erst Hinweise vorliegen.»

    MM Finnova Breakthrough Award 2022

  • FinTech in der Schweiz: Weniger Firmen, mehr Volumen
    2022-03-09 14:00 - (Finnova)

    Die Anzahl Schweizer FinTech-Unternehmen ist im Jahr 2021 zum ersten Mal seit dem Jahr 2015 geschrumpft. Eine genauere Analyse des Sektors zeigt jedoch: Die bestehenden Firmen sind gewachsen. Die diesjährige FinTech-Studie der Hochschule Luzern gibt Einblicke in den dynamischen Finanztechnologie-Markt.

    Die Entwicklung des Schweizer FinTech-Sektors kannte in den letzten Jahren nur eine Richtung: nach oben. Nachdem in der Vergangenheit die Grösse des Sektors, gemessen an der Anzahl aktiver Schweizer FinTech-Unternehmen, Jahr für Jahr zunahm, ist nun für das Jahr 2021 zum ersten Mal ein Rückgang zu verzeichnen. Per Ende 2021 beheimatete die Schweiz 384 FinTech- Unternehmen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 21 Unternehmen entspricht, oder aus relativer Sicht einem Minus von rund fünf Prozent (siehe Abbildung 1). Trotz dieser auf den ersten Blick negativen Entwicklung zeigen sich in Bezug auf die Geschäftsmodelle der Unternehmen auch positive Tendenzen. Beispielsweise ist der Medianwert der Anzahl Mitarbeitenden wie auch jener der Gesamtfinanzierung bei Schweizer FinTech-Unternehmen im letzten Jahr angestiegen. Dies, nachdem diese Kennzahlen im letzten Jahr stagnierten, beziehungsweise sich sogar rückläufig entwickelten. Zudem erreichte die Risikokapitalaktivität im Schweizer FinTech-Sektor im Jahr 2021 ein Rekordniveau, sowohl bei der Anzahl der Finanzierungsrunden als auch beim Volumen (siehe Abbildung 2).

    Analytics, künstliche Intelligenz und Big Data sind mehr als Modewörter
    Im Laufe der Jahre haben immer mehr Schweizer FinTech-Unternehmen auf technologische Neuerungen wie Analytics, künstliche Intelligenz oder Big Data gesetzt. Dies steht im Gegensatz zu anderen Technologien, bei denen die Zahl der FinTech-Unternehmen im letzten Jahr rückläufig war. Die Bedeutung von Analytics-Aktivitäten dürfte in Zukunft weiter zunehmen, auch weil das Potenzial der Nutzung von Daten im Finanzsektor zunehmend erkannt, aber noch nicht voll abgeschöpft wird. «Den traditionellen Instituten mangelt es teilweise an entsprechenden Ressourcen und Kompetenzen», sagt Thomas Ankenbrand, Dozent an der Hochschule Luzern und Projektleiter der FinTech-Studie. FinTech-Unternehmen dürften daher auch zukünftig als Zulieferer von entsprechenden Dienstleistungen agieren.

    Eine internationale Strategie zahlt sich aus
    Die Tendenz der FinTech-Unternehmen, sich auf B2B-Geschäftsmodelle zu konzentrieren, hat im letzten Jahr weiter zugenommen. Neben dem verstärkten Fokus auf Geschäftskunden, wie beispielsweise Banken oder andere Finanzdienstleister, sind Schweizer FinTech-Unternehmen vorwiegend international ausgerichtet. «Der wachstumsschwache Schweizer Heimmarkt ist für wachstumshungrige FinTech-Unternehmen oftmals zu klein», gibt der HSLU-Experte zu bedenken. Der Erfolg einer internationalen Ausrichtung zeigt sich auch in der Kursentwicklung der börsennotierten FinTech-Unternehmen weltweit. Seit 2015 ist deren Performance im Vergleich zu national ausgerichteten FinTech-Unternehmen besser. Das Gleiche gilt für Unternehmen, die sich auf Geschäftskunden konzentrieren, im Vergleich zu Unternehmen, die (auch) Privatkunden bedienen (siehe Abbildung 3).

    Nachhaltigkeit wird das neue Normal
    Die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien bei finanziellen Entscheidungen ist dabei, zur neuen Normalität zu werden. Im Schweizer FinTech-Sektor haben aktuell relativ wenige Unternehmen einen dedizierten strategischen Nachhaltigkeitsfokus. Die meisten dieser Unternehmen konzentrieren sich auf den Bereich der Vermögensverwaltung und zielen auf alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen (ESG: Environmental, Social, Governance) ab.

    Ohne breites Adoptieren von Standards kein Open Finance im Wealth Management
    Auf dem Schweizer Finanzplatz zeichnet sich ein Trend in Richtung offener Finanzökosysteme (Stichwort «Open Finance») ab. «Insbesondere im Bereich des Wealth Management bietet Open Finance gute Erfolgschancen», sagt Ankenbrand. Die Gründe dafür sind laut den Studienautoren die globale Marktgrösse und der Schweizer Marktanteil. Zudem haben gemäss der in der Studie durchgeführten Umfrage die Schweizer Banken das Potenzial von Finanzökosystemen als zukünftiges Geschäftsmodell bestätigt. «Um dieses Potenzial zu realisieren, ist jedoch ein breites Adoptieren gemeinsamer Standards notwendig, mit der sich die Banken und FinTech- Unternehmen derzeit schwertun, auch wenn entsprechende Initiativen und skalierbare Plattformen in der Schweiz bereits vorhanden und in Betrieb sind», so Ankenbrand.

    Verhilft das Metaverse der Blockchain-Technologie zum Durchbruch?
    Das Metaverse, welches, einfach ausgedrückt, als Weiterentwicklung des Internets zu einer dreidimensionalen virtuellen Welt beschrieben werden kann, wird von der Spieleindustrie sowie von BigTech- und Blockchain-Unternehmen vorangetrieben. Auch wenn die Motive und Ziele unterschiedlich sind, zeichnet sich eine Stärkung der Eigentums- und Verfügungsrechte an Daten durch dezentrale Strukturen ab. Thomas Ankenbrand: «Die Blockchain-Technologie kann hierbei eine zentrale Rolle spielen. Einen ersten Vorgeschmack darauf konnte der im letzten Jahr beobachtete Hype um Non-Fungible-Token (NFTs) geben.»

  • Finnova vereinfacht für ihre Banken die Anbindung an die Open-Finance-Plattform bLink von SIX
    2022-01-26 07:30 - (Finnova AG)

    Zürich/Lenzburg, 26.01.2022. - Finnova und SIX haben sich im Bereich Open Finance für eine technische Kooperation entschieden. Schweizer Banken, die auf dem Kernbankensystem von Finnova aufbauen, können sich zukünftig reibungslos über einen API-Hub an die Open-Finance-Plattform bLink von SIX anbinden. Damit stehen ab diesem Jahr einer grossen Mehrheit des Schweizer Finanzplatzes die Türen zum Ökosystem Open Finance offen. Die beiden Infrastruktur-Anbieter sind sich einig, dass sie die Entwicklung und Adaption von API-basierten Geschäftsmodellen in der Schweiz dadurch entscheidend beschleunigen.

    Plattformen wie bLink von SIX spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Open Finance auf dem Finanzplatz Schweiz. Davon ist auch Finnova, eine der führenden Software- und Serviceanbieterinnen in der Schweizer Bankenszene, überzeugt. Im Rahmen einer technischen Kooperation stellt sie deshalb eine einheitliche Backend-Anbindung an die APIs von bLink zur Verfügung. Damit sorgt sie für technisch einheitliche und effiziente Voraussetzungen für einen Anschluss an die Plattform für Banken, die das Kernbankensystem von Finnova einsetzen.

    bLink ist in den letzten Monaten weiter gewachsen. Zu den bestehenden APIs für Kontoinformationen und Zahlungseinlieferungen sind drei standardisierte Schnittstellen im Bereich der Vermögensverwaltung dazu gekommen. Darüber hinaus haben sich verschiedene neue Teilnehmer an die Plattform angebunden, darunter die St.Galler Kantonalbank oder auch bexio. «Die Kooperation mit Finnova wird den aktuellen Entwicklungen in der Schweiz zusätzliches Momentum verleihen» ist Sven Siat, Head Connectivity bei SIX und verantwortlich für bLink überzeugt. «Wir haben in den letzten Monaten viel Grundlagenarbeit geleistet, damit sich jede interessierte Bank in der Schweiz problemlos und effizient an bLink anbinden kann. Zusammen mit den bestehenden Kooperationen von SIX mit Swisscom und Inventx ist dieses Etappenziel jetzt erreicht. Ab sofort ermöglicht bLink eine ganzheitliche und abgestimmte Umsetzung von Open Finance, von der Integration der APIs in das Kernbankensystem der Banken bis zur Anbindung von Drittpartnern.»

    Finnova hat in den vergangenen Jahren aktiv das Thema Open Finance mitgestaltet. Angesichts der zunehmend dynamischen Nachfrageentwicklung von Open Finance verfolgen sowohl Finnova als auch SIX eine mehrdimensionale Strategie mit professionellen Partnern und skalierbaren, sicheren Lösungen. Um den unterschiedlichen Öffnungsstrategien sowie der heterogenen Betreiberlandschaft der Finanzinstitute in der Finnova-Community gerecht zu werden, entwickelt Finnova ein eigenes Open Banking-as-a-Service-Angebot, welches als API-Hub fungiert.

    «Die Backend-Anbindung an bLink ist der gemeinsame technische Nenner für die sichere und technisch garantierte Anbindung der Finnova-Community-Finanzinstitute an die Open-Finance-Plattform von SIX. Somit ist die Kooperation mit SIX ein weiterer logischer Schritt, um der Open-Banking-Thematik in der Schweiz zusätzlichen Schwung zu verleihen. Mit dem Ausbau unseres eigenen Open Banking-as-a-Service-Angebots in Richtung bLink kann Finnova eine bis ins Kernbankensystem integrierte Open-Banking-as-a-Service-Lösung aus einer Hand anbieten», so Sven Biellmann, Product Manager Open Finance.

    Weiterhin freier Wettbewerb – zum Vorteil für die Banken

    Der Zugang zu bLink erfolgt je nach Wahl der Bank über die unabhängigen API-Hubs von Finnova, Swisscom oder Inventx. Sie übernehmen für das Finanzinstitut das API-Management sowie die Umsetzung des geforderten Consent-Flows. Finnova stellt für die jeweiligen Betreiber die Integration der bLink-APIs in ihr Kernbankensystem sicher. Die neue Kooperation zwischen Finnova und SIX bietet damit einen einheitlichen technischen Nenner für die jeweiligen individuellen Open-Banking-Vorhaben.

    Die komplementären Open-Banking-Angebote der beteiligten Hubs unterliegen weiterhin strikt dem freien Wettbewerb. Das erzeugt einen weiteren Mehrwert für die teilnehmenden Banken, denn sie können mit der Umsetzung einer einzigen Anbindung direkt ausgewählte Dienstleistungen von mehreren unabhängigen Plattformen beziehen oder selber darüber anbieten.

    Finnova Open-Banking-as-a-Service

    Mithilfe des Open-Banking-as-a-Service-Angebots von Finnova können sich Banken, welche die Finnova Banking Software einsetzen, einfach, effizient und sicher über standardisierte Open APIs mit Fintechs, Drittfirmen sowie Open-Banking-Plattformen verbinden. Darüber hinaus ermöglicht das Angebot, plattformbasierte Geschäftsmodelle umzusetzen, sich effizient in Dritt-Ecosysteme einzubinden und sich zu vernetzen für neue Kooperationen und zur Realisierung neuer Geschäftsmodelle mit externen Partnern. Ziel ist es, innovative und attraktive Dienstleistungen sowie durchgängige Benutzerlebnisse für Bankkunden (Stichwort «Embedded Finance») zu schaffen.

    Mit der geplanten Erweiterung des bestehenden Angebots um die Integration der bLink-Open-Banking-Plattform erschliesst Finnova das führende Open Banking Ecosystem auf dem Finanzplatz Schweiz.

    bLink von SIX

    Mit bLink stellt SIX dem Schweizer Finanzplatz eine umfassende Open-Finance-Lösung für den standardisierten Austausch von Daten und Services über hochmoderne Schnittstellen (APIs) zur Verfügung. Banken und Anbieter von Fintech- und Softwarelösungen verbinden sich über die Plattform einfach und sicher. Das ermöglicht ihren Teilnehmern, innovative API-basierte Angebote für Privat- und Geschäftskunden skalierbar im Markt umzusetzen.

    Ein ganzheitliches Dienstleistungspaket schafft dabei Effizienz im Aufbau erfolgreicher Partnerschaften und neuer Ökosysteme: ein einheitliches Vertragswerk statt individueller Verträge sorgt für mehr Effizienz, eine standardisierte Zulassungsprüfung von Drittanbietern für höchste Sicherheit, ein digitales Consent-Management für volle Kontrolle und Transparenz beim Endkunden und standardisierte Schnittstellen (APIs) für eine zuverlässige technische Anbindung.

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  • Banking in der Schweiz: hohe Qualität - ohne Begeisterung bei Kunden
    2021-11-25 13:15 - (Finnova AG)

    Viele Kundinnen und Kunden der Schweizer Retailbanken sind zufrieden mit der Qualität ihrer Hausbank. Trotzdem gelingt es nur wenigen Banken, die Kundinnen und Kunden zu begeistern und an sich zu binden. Dies führt zu einer Offenheit gegenüber günstigen Angeboten von Neobanken. Das zeigt eine Studie der Hochschule Luzern zum Schweizer Retailbanken-Markt.

    Nur eine von fünf Personen würde ihre Bank weiterempfehlen
    Im Rahmen der IFZ Retail-Banking-Studie wurden 78 Geschäftsleitungsmitglieder von Schweizer Banken sowie 694 Bankkundinnen und -kunden zur Zufriedenheit mit den Produkten und Dienstleistungen befragt. Insgesamt sind die Kundinnen und Kunden sehr zufrieden mit ihren Hausbanken und die Wechselbereitschaft ist tief. Nur etwas mehr als ein Prozent plant, die Hauptbankbeziehung zu wechseln. Gleichzeitig würden aber lediglich 18 Prozent der Bankkundinnen und -kunden «ihre» Bank Freundinnen und Freunden weiterempfehlen. Andreas Dietrich, Professor für Banking and Finance an der Hochschule Luzern, sagt dazu: «Die Banken liefern in guter Qualität. Begeisterungs- und Empfehlungsfaktoren, welche die Basis für eine Weiterempfehlung sind, fehlen aber fast gänzlich.»

    Preis vor Service: Neobanken gewinnen Kundinnen und Kunden
    Die Studie identifiziert also einen grossen Anteil von zufriedenen Kundinnen und Kunden, die aber keine starke Bindung zur Hauptbank haben. Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass neue Marktteilnehmer im Finanzsektor – sogenannte Neobanken – mit kostengünstigen Angeboten auch in der Schweiz in kurzer Zeit sehr viele Neukundinnen und -kunden gewinnen konnten. «Passiv zufriedene Kundinnen und Kunden sind oftmals preissensitiv und entsprechend offen für kostengünstige Angebote von Neobanken», so Dietrich. Aktuell bezeichnen lediglich rund ein Prozent der Schweizerinnen und Schweizer eine Neobank als Hauptbank. Das werde sich in den kommenden Jahren ändern, sind sich die Studienautoren sicher.

    Wer ist die beste Bank im Land?
    Die Retail-Banking-Studie untersuchte in diesem Jahr die Jahresabschlüsse von 90 Instituten. Basierend auf neun Kennzahlen wurde die aus Zahlen-Sicht beste Retailbank ermittelt (siehe Tabellen im Anhang). Aufgrund der grossen Unterschiede zwischen den Banken (zum Beispiel in Bezug auf Grösse oder Produktangebot) wurden die Banken erstmals in Grössenklassen eingeteilt. Dabei schlossen die Caisse d’Epargne d’Aubonne (Bilanzsummen bis 1.5 Milliarden Franken), die Bank EEK (1.5-3.0 Milliarden Franken), sowie die Kantonalbanken aus Nidwalden (3-12 Milliarden Franken), Schwyz (12-25 Milliarden Franken) und Graubünden (Bilanzsumme über 25 Milliarden Franken) am besten ab. Die Studie enthält auch eine Analyse nach Grossregionen der Schweiz, wobei sich deutliche regionale Unterschiede zeigten. So liegt beispielsweise die durchschnittliche Zinsmarge von Retailbanken in der Zentralschweiz bei 1.01 Prozent – in der Genferseeregion hingegen bei 1.26 Prozent.

    Frauenanteil: Steigend in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen
    Im letzten Teil der Studie wurde die Corporate Governance von 73 Banken analysiert. Wie sich unter anderem zeigt, ist der Frauenanteil in den Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen nochmals angestiegen. Die Zahl der Frauen in den Verwaltungsräten nahm innerhalb eines Jahres von 130 auf 132 zu und liegt inzwischen bei 25 Prozent. Bei den neu gewählten VR-Mitgliedern beträgt der Frauenanteil in den letzten sieben Jahren 34 Prozent. Bei den Geschäftsleitungen nahm die Zahl der Frauen von 28 auf 32 zu. Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen ist allerdings mit zehn Prozent immer noch viel tiefer als in den Verwaltungsräten.

    Die 220-seitige «IFZ Retail Banking Studie 2021» kostet 290 Franken und kann unter ifz@hslu.ch bestellt werden.

    Finnova ist seit 10 Jahren Partner des IFZ und ermöglicht, die Studienreihe zu realisieren.

    MM Hochschule Luzern 25.11.21