Finnova Core Suite

Die Core Suite stellt einerseits die Verwaltung von Stammdaten (Konsistenz, Aktualität, Eindeutigkeit) und andererseits die sichere, zuverlässige und performante Auftragsabwicklung sicher. In ihrer Natur ist die Core Suite datenzentriert und hat hohe Anforderungen an die Standardisierung, Automatisierung und Effizienz — und dabei insbesondere an die Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Der modulare Aufbau der Core Suite deckt alle Bereiche mit Zahlungsverkehr, Finanzieren, Anlegen (Investment Management und Investment Operations), Kunden- und Produktstammdaten sowie Steuern ab. Entsprechend ist die Stammdatenhaltung in der zentralen Suite der Finnova Banking Software angesiedelt. Integriert sind hier beispielsweise Kundenstamm, Kartenverwaltung, Zinssätze, Gebühren und Spesen. Die parametrierbare Prozessführung gewährleistet den Banken eine effiziente und individuelle Integration.

Der Schwerpunkt der Core Suite liegt auf der schnellen und umfassenden Bearbeitung aller Geschäftsfälle und dem uneingeschränkten, rollenbasierten Zugriff auf alle Daten.

Finnova Banking Software

Solutions for Smarter Banking

Strategic Focus
Digitalisation
Industrialisation, Standardisation
Data, Analytics & Compliance
Ecosystem

Finnova Banking Software

Solutions for Smarter Banking

Strategic Focus
Digitalisation
Data, Analytics & Compliance
Industrialisation, Standardisation
Ecosystem

Payments

Der Finnova-Zahlungsverkehr (ZV) ist auf Standardisierung, Automatisierung und Effizienz ausgelegt. Er unterstützt die in der Schweiz und international (SEPA, SWIFT) etablierten Standards und Verfahren sowie die strukturierte und effiziente Erfassung und Bearbeitung von Zahlungsaufträgen.

Inländischer Zahlungsverkehr

Im Inlandszahlungsverkehr werden Kunden- und lnterbankzahlungen im aktuellen XML-Format nach ISO 20022 unterstützt. Durch die vollständige Integration der elektronischen Kanäle in den Finnova-Zahlungsverkehr können Zahlungsaufträge von Kunden optimal verarbeitet und elektronische Kontoauszugsinformationen schnell und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden. Innovative Marktentwicklungen wie Peer-to-Peer-Zahlungen oder Person-to-Merchant-Zahlungen (z. B. Twint oder WIR-Pay) werden über den Finnova Payment Solution Adapter nahtlos in den Finnova-ZV integriert und bieten Privat- oder Geschäftskunden ein ganzheitliches Spektrum an Zahlungsmöglichkeiten.

Zahlungsverkehr im internationalen Kontext

Im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr besteht die Möglichkeit, durch bank-individuelle Erfassung mehrstufiger Zahlungswege auf der Endbegünstigtenbank/Währungsebene bei der Ausführung von Kundenzahlungen einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen. Dies minimiert den Aufwand für manuelle Nachbearbeitungen und spart Kosten.

Mit Einführung der Universal Confirmation wird bei allen SWIFT-Zahlungen die sogenannte UETR-Referenz (Unique End-to-End Transaction Reference) mitgeliefert. Damit können Banken der SWIFT Global Payments Innovation (SWIFT gpi) Community jederzeit nachvollziehen, bei welcher Bank in der Zahlungskette sich die Zahlung befindet. Die Endbegünstigtenbanken sind zudem verpflichtet, innerhalb von zwei Tagen eine Bestätigungsmeldung des Zahlungseingangs oder die Rückweisung der Zahlung via SWIFT abzusetzen. Transparenz und geringere Aufwände für Nachforschungen sind die positive Folge.

Flexibles Regelwerk zu Annahmeschlusszeiten von Zahlungsaufträgen

Im Zahlungsverkehr wird für den Zahlungsausgang ein flexibles Regelwerk zur Verfügung gestellt, um die Prüfung der bankinternen Annahmeschlusszeiten bei Ausführung der Zahlungsaufträge sicherzustellen. Bei Überschreitung der definierten Annahmeschlusszeit wird das Ausführungsdatum auf den nächstmöglichen Bankwerktag gesetzt. Sollten Eingriffe in die Verarbeitung bei Bedarf notwendig sein, werden die Mitarbeitenden im Backoffice mit smarten Prozessen unterstützt (automatisches Auslösen oder Verarbeiten von Rückleitungen, Nachforschungen, Auftragsduplizierung, Rückabwicklung oder SWIFT-, SIC- oder SEPA-Stornoanfragen).

Die Anforderungen der Banken an eine skalierbare und kostengünstige Abwicklung des Zahlungsverkehrs stehen im Vordergrund. Der Zahlungsverkehr kann je nach Betriebsmodell der Bank entweder integral in der Finnova Banking Software erfolgen oder unterstützt die modulare Anbindung an einen BPO-Dienstleister.

Optimale Abwicklung von Zahlungsaufträgen

Die Zahlungsverkehrsprozesse können an bankspezifische Anforderungen angepasst werden. Die vordefinierten Workflows gewährleisten höchste Sicherheit und Nach-vollziehbarkeit. Neben der manuellen Erfassung von Zahlungsaufträgen werden verschiedene ZV-Scanningsysteme unterstützt. Aufträge aus dem E-Banking gelangen direkt ohne redundante Speicherung in den Zahlungsverkehr. Daueraufträge sowie Cash-Management-Regeln auf Kontoebene werden direkt im Finnova-ZV erfasst und verwaltet. Die Bearbeitung der Daueraufträge und des Cash-Management-Regelwerks sind sowohl für die Bank als auch für den Kunden im E-Banking möglich.

Unterstützung bei der Betrugsbekämpfung

Um die Banken bei der Betrugsbekämpfung zu unterstützen, kann bei Zahlungsaufträgen durch Kunden das Auftraggeberprofil vor der Ausführung überprüft werden. Bei Zahlungseingängen kann die Bank aus einem umfangreichen Set an Kriterien wählen, ob die Gutschrift sofort erfolgen soll oder nicht.

Mit dem Begünstigtenabgleich, der sich auch auf phonetische Gleichheit ausweiten lässt, können eine grosse Sicherheit bei der Zuweisung und gleichzeitig ein hoher Automatisierungsgrad erreicht werden. Selbstverständlich ist die Prüfung auf politisch exponierte Personen und Embargoländer hin verfügbar. Des Weiteren ist die Überprüfung von Zahlungen in Echtzeit mit analytischen Mitteln (Transaktionsprüfung, Verbindungen, Musteridentifikation, [lernende] Algorithmen) mit dem Finnova Compliance-Filter, einem Teil des Finnova Analytical Frameworks, möglich.

Karten- und Geldautomatenbuchungen sowie Archivierung

Verarbeitete Zahlungsaufträge werden sofort verbucht, die Benachrichtigungen für den Kunden erstellt und die Dokumente im elektronischen Archiv gesichert.
Zudem wird die Verbuchung von Zahlungseingängen und -ausgängen der neuen Kartentypen von Viseca/Aduno und SIX via Geldautomaten ermöglicht.

Angebot Finnova Services: Quality Check ZV

Mit dem ZV Quality Check von Finnova Services durchleuchten unsere Consultants die Parametrierung der Finnova Banking Software im Bereich Zahlungsverkehr. Wir führen mit den Benutzern Interviews, um Einblick in ihre Arbeitsprozesse zu erhalten. Aus diesen Erkenntnissen erstellen wir einen ausführlichen Bericht, der die Qualität der Parametrierung beurteilt und Vorschläge zur Optimierung enthält, um die tägliche Arbeit weiter zu erleichtern.

Financing

Kreditberatung

Das Kreditsystem zeichnet sich durch die hohe Flexibilität bei der Abbildung unterschiedlichster Kreditkonstellationen aus, die sich von der Kreditberatung und der Eröffnung des Kreditauftrags bis hin zur Verbuchung von Kapital und Zins vollständig abwickeln lassen. Das Modul «Kreditberatung» ermöglicht die Erfassung sämtlicher Kreditprodukte wie Darlehen, Kontokorrentkredit, Geldmarkthypothek, Lombardkredit, Fester Vorschuss, Barkredit, Leasing oder Kaution. Das System unterstützt die Geldmarkthypothek auf der neuen Zinsbasis «SARON» mit Zinsberechnung im Nachhinein und im Voraus — vollautomatisiert und weitgehend parametrierbar. Die Gestaltung der Finanzierungen ist grundsätzlich als Kreditrahmen oder Einzelkredit möglich. Zudem lassen sich Deckungen, Benutzbarkeitskonten und kundenindividuelle Konditionen (Sollzinsen, Kreditkommissionen) zuweisen und Amortisationen bestimmen. Das Kreditgeschäft wird durch ablauforganisatorische Phasen und periodische Verarbeitungen von Zinsen, Amortisationen, fixen Annuitäten (bei Darlehen, Barkredit und Leasing) und Deckungen unterstützt.

An dieser Stelle weisen wir gerne auf die Unterstützung in der Selbstbedienung hin: Die Verlängerung einer Hypothek kann nach Wunsch über das E-Banking durch den Kunden selbst vorgenommen werden.

Kreditabwicklung und Kreditführung

Das Kreditsystem beinhaltet die Stammdatenverwaltung von Einzel- und Rahmenkrediten sowie Sicherheiten in Schweizer Franken und Fremdwährungen. Die Applikation verwaltet die als Sicherheit verpfändeten Vermögenswerte wie Kontoguthaben, Wertschriftendepots, Portfoliodeckungen, Bürgschaften, Versicherungen und auch sämtliche übrigen Deckungen. Die Grundpfanddeckungen werden aus der Grundstückapplikation generiert und nachgeführt. Sämtliche kreditrelevanten Daten werden in einem Übersichtsbild mit Drilldown-Funktionalität angezeigt. Das Modul erlaubt den Druck des Portfoliostatus mit allen kreditrelevanten Daten. Die Masken zur Verwaltung von Kundeninformationen (Einkommen, Vermögen, Verpflichtungen, Bilanzkennzahlen, Steuern, Betreibungen, Handelsregisterauszüge) sowie die Kundenkontakte und -pendenzen lassen sich direkt aufrufen. Der gesamte Kreditverwaltungsprozess wird vom Workflow unterstützt.

Limiten

Die Finnova Banking Software bietet mit dem Limitenmodul die Möglichkeit, unterschiedliche Limiten, wie etwa Gegenpartei-, Nostro-, Kredit- oder Kartenlimiten, zu führen und zu verwalten. Änderungen werden online aktualisiert und wirken sich unmittelbar auf die Berechnung des Disposaldos aus. Limiten lassen sich direkt erfassen oder über die Kreditapplikation automatisch nachführen. Das Modul «Limiten» erlaubt die Definition von einfachen und komplexen Limiten, beispielsweise wenn mehrere Konten einen Betrag als Ausgangswert aufweisen. Sämtliche Finnova-Applikationen, die wie für die Kontoabfrage aktuelle Saldi zur Verfügung stellen, berücksichtigen die festgesetzten Limiten bei der Berechnung des Disposaldos.

Kompetenzen

Die Kompetenzordnung innerhalb der Bank wird über das Modul «Kompetenzen» geregelt. Dieses hält für sämtliche anderen Module zentral fest, welche Mitarbeitenden welche Geschäftsfälle über welche Höhe tätigen respektive visieren dürfen. Mit der Definition der Kompetenzen wird gesteuert, wer welche Pendenzen im Workflow zugeteilt erhält, weiterverarbeitet oder abschliesst.

Sicherheiten

Das Modul «Sicherheiten» verwaltet sämtliche Sicherheiten als Deckungen in der Finnova-Applikation, vom Grundpfand über Portfolio-, Konto- und Depotguthaben bis hin zu Wertschriften- und Vorsorgeguthaben. Daneben erlaubt dieses Modul auch die Berücksichtigung von Versicherungspolicen, Bürgschaften und übrigen Deckungen wie z. B. Blanko.

Grundstrücke/Immobilien

Neben umfassenden und detaillierten Stammdaten für Immobilien und Schuldbriefe erlaubt das Modul «Grundstücke» die Einbindung von digitalen Bildern. Mit der Finnova Banking Software lassen sich selbst komplexe Eigentumsverhältnisse festhalten und sämtliche Daten zur detaillierten Schätzung einer Immobilie bereitstellen. Hedonische Preisberechnungsmodelle sind ebenfalls eingebunden. Das Modul erstellt diverse Dokumente, wie zum Beispiel Schätzungsberichte für das Grundbuchamt. Diese und andere häufig zu erstellende Unterlagen wie etwa die An- und Abmeldung im Gläubigerregister lassen sich einfach per Mausklick ausdrucken.

Neben selbstbewohntem Eigentum (Ein-, Mehrfamilienhäuser, Stockwerkeigentum) ermöglicht das Modul «Grundstücke» auch die Verwaltung anderer Objekte wie Industrie- und Gewerbeliegenschaften, Hotels, Restaurants, Sportanlagen etc. Dank der vielfältigen Verbindungsmöglichkeiten können selbst komplexe Überbauungen ganzheitlich abgebildet werden, so zum Beispiel Mehrfamilienhäuser mit Stockwerkeigentum und Miteigentumsanteil an der Tiefgarage. Das Modul ermöglicht individuelle Detaillierungsgrade: je genauer die Daten, desto ausführlicher der Schätzungsbericht. Im System erfasste Schuldbriefe werden in der Kreditapplikation als Sicherheiten eingesetzt.

Pfandbriefbank

Das Modul «Pfandbriefbank» ermöglicht als Schnittstelle die digitale Meldung verpfändeter Objekte wie Grundstücke oder Grundstückverbunde an die Pfandbriefbank. Ein Pfandbrief-objekt wird nur übermittelt, wenn alle erforderlichen Felder lückenlos ausgefüllt und die Bedingungen für eine Weiterverpfändung erfüllt sind. Die entsprechenden Angaben können von der Bank bedürfnisgerecht parametriert werden. Die einzelnen Daten sind in den Stammapplikationen «Grundstücke», «Kredit» respektive «Kundenstamm» zu erfassen und werden mithilfe der Funktion «Aktualisieren» in das Pfandbriefbank-modul übernommen. Daten, die sich nicht in den Stammapplikationen pflegen lassen, werden im Modul «Pfandbriefbank» aktualisiert.

Investment Management

Portfolio Management System

Das in der Core Suite integrierte Modul «Portfolio Management System» (PMS) unterstützt die Tätigkeiten in der diskretionären Vermögensverwaltung und in der Beratung optimal. Im PMS können auf die bankspezifischen Kundenstrategien abgestimmte Allokationsstrukturen (Bäume), die als Basis für die verschiedenen Strategien, Taktiken, Benchmarks und Modellportfolios dienen, in beliebiger Tiefe festgelegt werden. Individualisierte Anlagevorschläge in der Beratung werden ebenso geboten wie die effiziente Massenverarbeitung in der Vermögensverwaltung.

Die Funktionalität «Global Order» ermöglicht die periodische Umschichtung der Mandate auf effiziente Weise. Neben dynamischen können auch statische Anlagemodelle umgesetzt werden. Eine globale Umschichtung kann abhängig oder unabhängig von Modellportfolios erfolgen, für alle Anlagen im Portfolio, für einzelne Segmente oder auch nur für einzelne Titel.
Mittels der Funktion «Cash Management» lassen sich Cash-Bestände für Mandate getrennt von globalen Umschichtungsprozessen verwalten. Eine nahtlose Überleitung der generierten Börsen- und Devisenaufträge zur Ausführung in die nachgelagerten Module ist gewährleistet.

Bank- und kundenspezifische Anlagerichtlinien und -präferenzen lassen sich über die Funktion «Anlagerestriktionen» auf einfache Weise pflegen und in der Pre-Trade-Restriktionsprüfung für einen einzelnen Anlagevorschlag oder innerhalb einer Massenumschichtung in der Vermögensverwaltung überwachen. Die periodische Post-Trade-Prüfung der Anlagerestriktionen im Investment Controlling wird durch Kontrolllisten effizient unterstützt. Verstösse werden dem verantwortlichen Benutzer zur weiteren Bearbeitung direkt in die Mailbox gemeldet.

Umfangreiche konfigurierbare Ad-hoc-Analysen zur Vermögensallokation, Vermögensentwicklung, Performancerechnung (TWR, MWR, vor/nach Steuern/Gebühren etc.) und Performance-Attribution erleichtern Kundenberatern, Asset Managern und dem Portfolio-Controlling das Tagesgeschäft. Zur Risikoüberwachung steht eine Vielzahl von Kennzahlen (Sharpe Ratio, Treynor Ratio, Jensen Alpha, Information Ratio, VaR, Volatilität, PRC etc.) zur Verfügung. Ein modular aufgebautes Reporting ermöglicht die Zusammenstellung und Aufbereitung eines adressatengerechten Investment Reportings, das sowohl den Einbezug von Ex-Custody-Portfolios als auch eine kundenübergreifende Konsolidierung zulässt.

Darüber hinaus beinhaltet das PMS die Konfiguration, Bewirtschaftung und Berechnung von Composites nach den Vorgaben der Global Investment Performance Standards (GIPS). Die periodische Zertifizierungsprüfung wird mit ausführlichen Kontrollreports unterstützt.

Investment Cockpit

Mit dem Investment Cockpit 1.0 steht dem Finanzinstitut die nächste Generation einer Asset-Management-Applikation zur Bewirtschaftung und Überwachung der Mandate zur Verfügung. Die moderne, webbasierte und prozessorientierte Applikation ermöglicht es dem Portfoliomanagement, Investitionsentscheide in den Mandaten Schritt für Schritt oder hochautomatisiert und schnell umzusetzen. Auch Private-Banking-Berater profitieren, insbesondere in der Beratung professioneller Kunden. Hier stehen ihnen grafische und tabellarische Übersichten zur Verfügung, die den Anlagebedarf in den jeweiligen Beratungsmandaten oder die Abweichungen von der Anlagestrategie visualisieren.

Mit intuitiven und benutzerfreundlichen globalen Übersichten sowie ausgewählten Einzelportfolioanalysen bietet das Investment Cockpit Portfoliomanagern und Anlageberatern von professionellen Kunden bei der Analyse und Überwachung ihrer Mandate wirkungsvolle Unterstützung.

Globale Dashboards mit interaktiven grafischen Widgets

Benutzerindividuell konfigurierbare Dashboards visualisieren den Zustand der Mandate zielgruppengerecht. Sie erlauben es dem Benutzer, Handlungsbedarf prospektiv zu erkennen und frühzeitig Massnahmen einzuleiten, die das Risiko einer unerwünschten Entwicklung deutlich reduzieren können.

Interaktive grafische Widgets im Dashboard zeigen auf, welche Mandatstypen, Finanzdienstleistungsarten und Strategien besonders attraktiv sind, wo eine hohe Liquiditätsquote vorliegt und wo entsprechend Investitionsbedarf besteht. Ebenso wird angezeigt, wo hohe Strategieabweichungen oder gar Restriktionsverletzungen vorliegen, welche Restriktionstypen allenfalls verletzt sind und ob Verletzungen und Warnungen bereits bearbeitet wurden. Darüber hinaus sieht der Benutzer sofort, in welchem Status sich Börsenaufträge in den von ihm betreuten Portfolios befinden und ob pendente Aufträge in den nächsten Tagen zu verfallen drohen.

Globale Portfolioübersichten

Ergänzt werden die Dashboards durch globale Portfolioübersichten. Basis der Daten in den globalen Dashboards und den globalen Portfolioübersichten bilden dabei die Portfolios. Sie werden über statische oder dynamische Portfoliolisten zusammengefasst.
Das Investment Cockpit 1.0 bietet eine Vielzahl von grafischen Auswertungen über die betreuten Portfolios:
Anzahl Portfolios, totales Vermögen («under advice» oder «under management»), Nettokapitalfluss in den Portfolios und deren absolute oder relative Zu- oder Abnahme gegenüber einem ausgewählten Referenzzeitpunkt, so dass Veränderungen unmittelbar ersichtlich sind

  • Anzahl Portfolios und Vermögen pro Finanzdienstleistung, um häufig gewählte Dienstleistungstypen anzuzeigen
  • Anzahl Portfolios und Vermögen pro VV-Code, um attraktive Mandatstypen erkennen zu lassen
  • Übersicht über Portfolios mit hoher Cash-Quote, um unmittelbar bestehenden Investitionsbedarf aufzuzeigen
  • Übersicht über die Börsenaufträge pro Auftragsstatus und Möglichkeit abzufragen, in welchen Portfolios pendente Aufträge kurz vor dem Verfall stehen Anlagevolumen in einem angegebenen Valor, um vor einer Umschichtung gehaltene Volumen zu ermitteln

Eine hochkonfigurierbare tabellarische Übersicht mit detaillierten Informationen pro Portfolio ergänzt die grafischen Auswertungen und ermöglicht nahezu beliebiges Filtern und Sortieren in der Portfolioübersicht. Fragestellungen wie «Welches Portfolio hat den höchsten Wert, die höchste Performance, das höchste Risiko?», «Gibt es Portfolios mit negativer Liquidität?» und ähnliche können auch Gelegenheitsnutzer einfach und schnell beantworten.

Portfolioanalysen

Hochkonfigurierbare Dashboards zur Analyse einzelner Portfolios — In-/Ex-Custody- oder Konsolidierungsportfolios — ergänzen die globalen Analysen um folgende Elemente:

  • Gesamtvermögen, Performance (MWR/TWR), Kapitalfluss und Veränderung gegenüber einer Referenzperiode
  • Interaktiver grafischer Soll-Ist-Vergleich mit Drilldown pro Anlagesegment
  • Grafische und tabellarische Übersichten mit Anzeige von Exposure pro Währung, Anlagesegment, Titelart, Land, Branche etc.
  • Grafische Performance-Entwicklung seit Mandatsbeginn, Vergleich zum Benchmark, Volatilität und Tracking Error
  • Stammdaten-Informationen zur Anlagestrategie
  • Tabellarische Übersicht über die Restriktionen des Portfolios
  • Portfoliounabhängige Kurs-Charts mit technischen Indikatoren inkl. Möglichkeit für den Export der Datentabellen und Kursgrafiken
  • Druck des Private Banking Reports

Webbasierte Architektur

Das Investment Cockpit ist eine webbasierte Applikation, deren Benutzeroberfläche auf Angular-Material-Komponenten aufbaut. Sie wurde unter Berücksichtigung der modernsten UX-Designprinzipien entwickelt und bietet dem Benutzer eine ansprechende Optik sowie insbesondere eine intuitive Bedienbarkeit.
Die Anbindung an die Finnova Core Suite erfolgt über standardisierte Protected APIs, über welche die Business-Funktionalität aus der Core Suite bereitgestellt wird. Die Softwarearchitektur ist auf die Verarbeitung hoher Datenmengen ausgerichtet und kann damit globale Auswertungen sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Strategieumsetzung performant, effizient und hochautomatisiert unterstützen.

Das Investment Cockpit ist eine Cloud-Native-Entwicklung und setzt die Finnova Omega-Betriebsplattform voraus. Weiterführende Informationen zur Omega-Betriebsplattform und insbesondere zum Thema «Runtime Environment» sind in der Rubrik «Open Platform» zu finden.

Investment Operations

FIX-Schnittstelle

Die flexible Implementierung des FIX-Schnittstellenstandards in der Finnova Banking Software erlaubt das vollständige Straight Through Processing (STP) mit beliebigen Brokern, Routingnetzwerken oder externen Handelsplattformen. Ausführungsmeldungen können wahlweise auch über SWIFT erfolgen. Die Kommunikation findet in Echtzeit statt. Anpassungen an den Auftragsdaten der Handelsübersicht werden mithilfe eines Messaging-Systems ohne zeitliche Verzögerung in der Übersicht nachgeführt und hervorgehoben.

Wertschriften-Auftragserfassung

Das Modul «Börse» steuert den Auftragsworkflow von der Entstehung über den Handel bis hin zur Abwicklung und Verbuchung. Die Aufträge lassen sich als Einzel- oder als Listenauftrag erfassen. Weitere Auftragsquellen sind E-Banking, Global Order, Corporate Actions, CSV-Import sowie eine Schnittstelle zu Drittsystemen. Umfangreiche Prüffunktionen stellen die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sicher. Beliebige Verträge können bankindividuell auf Vorhandensein und Gültigkeit überprüft werden. Sämtliche Warnungen aus den Prüfungen werden historisiert, ebenso Person und Zeitpunkt von Übersteuerungen. Aufträge aus verschiedenen Quellen (z. B. E-Banking) können dabei unterschiedlich behandelt werden.

Settlement-Prozesse

Lieferpendenzen aus Börsenaufträgen und Aufträge aus der Titelbuchhaltung wie Ein-/Auslieferungen und Titelumbuchungen werden im Finnova-System als Straight Through Process im Settlement abgewickelt. Das Modul ermittelt dabei die jeweiligen Depotstellen und erstellt Lieferpendenzen für die entsprechenden Instruktionen gemäss SWIFT oder SECOM. Die Instruktionen werden automatisch versandt und der aktuellste Status des Settlement-Prozesses auf der Lieferpendenz übersichtlich dargestellt. Nach bestätigtem Settlement erfolgt die automatische Verbuchung durch das System.

Corporate Actions

Mit Corporate Actions lassen sich sowohl die Geld- als auch die Titelflüsse von komplexen Finanzinstrumenten im Baukastensystem nachbilden. Zu diesem Zweck stehen entsprechende Komponenten aus den Bereichen Titel, Geld, Steuern und Kommissionen zur Verfügung. Die Berechnung, Fraktionsbehandlung und Zuteilung (Auslosung) entsprechen dabei den Standards der internationalen Finanzplätze. Sämtliche Berechnungen und Verbuchungen erfolgen in Echtzeit. Durch die Berechnung entstandene Rundungsdifferenzen werden vom Modul bei Abschluss eines Ereignisses automatisch erkannt und bis zu einer Bagatellgrenze vom Durchlauf- auf das Erfolgskonto umgebucht.

Das Modul «Corporate Actions» ist workflowbasiert und verfügt über eine integrierte Schnittstelle zu den Modulen «Devisen», «Steuerauszug» und «PMS». Die Ereignisse lassen sich via VDF oder WM-Datenfeed importieren oder manuell erfassen. Die SWIFT-Meldungen der Zahlstelle (MT566) werden abgeglichen und können die automatische Verarbeitung der Kundenbestände regelbasiert auslösen.

Die Druckoptionen erlauben eine umfassende Steuerung von Versand, Beilagen und Archivierung. Die für die einzelnen Geschäftsfälle vordefinierten Textvorlagen sind für jede einzelne Transaktion beliebig anpassbar und umfassen auch mehrseitige Texte für Voravisierungen, Antwortschreiben und Abrechnungen. Dank diesen Eigenschaften lassen sich sämtliche Ereignisse von der Dividende über Einladungen zu Generalversammlungen bis hin zu Split und Fusionen abbilden.

Ständige Weisungen der Kunden in Bezug auf Wahlereignisse (Wahldividende, Kapitalerhöhung, Einladung zur Generalversammlung etc.) registriert und berücksichtigt das Modul automatisch. Restriktionen lassen sich pro Ereignis individuell definieren. Gesperrte Depotpositionen werden erkannt und die erforderlichen Aktionen automatisch ausgelöst. Kundenbetreuer werden automatisch über neue Abrechnungen oder Wahlereignisse ihrer Kunden informiert.

Für Class Actions stehen verschiedene Selektionsmöglichkeiten hinsichtlich der Bestände, Börsentransaktionen und Wohnsitzländer zu einem bestimmten Zeitpunkt — auch rückwirkend — und zur Nationalität zur Verfügung. Damit kann dem Kunden eine Berechtigung zur Teilnahme an der Sammelklage detailliert und unter Angabe der relevanten Börsentransaktionen angezeigt werden.

Spezifische Masken für die Dienstleistungszentrale erlauben eine mandantenübergreifende Verarbeitung von Ereignissen.

Valorenstamm

Das Modul «Valorenstamm» beinhaltet umfangreiche Titeldaten sowie Kotierungen, Kursdaten, internationale Kennnummern und Symbole, Steuerdaten, Ratings und MiFID-Daten. Es bietet zudem die Möglichkeit, Strukturen und Beziehungen zu erfassen, die beispielsweise für die Titelzusammensetzung eines Index oder Baskets benötigt werden.

Für die Eröffnung eines Titels genügt die Eingabe einer gültigen Identifikation, um den automatisierten Prozess zu starten. Innert weniger Minuten lassen sich sämtliche Daten des gewünschten Titels vom Lieferanten beziehen und regelbasiert ergänzen. Datenprovider für Stammdaten und Titelkurse ist SIX Group. Spezifische Daten wie z. B. Fonds-Breakdown, PRC-Code oder Blacklist können aus anderen Datenquellen ergänzt werden.

Die Mandantenfähigkeit ermöglicht eine industrielle Datenpflege durch einen BPO-Provider. Dies kann beliebige Mandanten innerhalb eines Turms oder sogar mehrere Mandantentürme umfassen. Die Berechtigungsmatrix steuert dabei die Verteilung der kostenpflichtigen Daten auf Ebene Instrument oder Datensegment.

Einzelne Felder lassen sich auf verschiedenen Ebenen überschreiben. Zum Beispiel kann die Risikotitelart global, pro Mandantenturm, pro Mandant und innerhalb der Bank sogar pro Verwaltungsbereich definiert werden. Dies ermöglicht höchste Individualität bei maximaler Industrialisierung.

Ausübung von Optionen

Bei der Ausübung von Optionen durch die Gegenpartei wird die Kundenposition automatisch zugeteilt. Ebenso wird beim Schreiben einer Call-Option der Basistitel automatisch gesperrt. Die Berechnung und die Sicherstellung der Initial Margin erfolgen wie die Kalkulation und die Verbuchung der Variation Margin durch das System: Im Falle einer Unterdeckung initiiert und steuert der Workflow die Alarmierung und die Eskalation.

Business Process Outsourcing

Die BPO-Funktionalitäten beinhalten einen mandantenturmübergreifenden Valorenstamm und Corporate-Actions-Funktionen. Zentral veredelte Instrumente und Ereignisse können lokal und individualisiert vollautomatisch verarbeitet werden. Innerhalb eines Mandantenturms stehen mandantenübergreifende Funktionen für Börse, Corporate Actions, Settlement und Namenaktien zur Verfügung.

Treasury

Die Anwendung «Treasury» umfasst die Module «Devisen» (DV) und «Geldmarkt» (GM). Sie ermöglicht eine weitgehend automatische Abwicklung aller Geschäftsfälle in diesen Bereichen, von der Auftragsvergabe bis hin zur Abrechnung. Ebenso wer-den SWIFT-Meldungen (Zahlungsanweisungen) automatisch erzeugt. Unter anderem werden Kursstellungen (auch für ZV, GM und Börse) über die integrierte Devisenpositionsführung bereitgestellt. Für das Cash Management stehen verschiedene Verdichtungsstufen zur Verfügung. Der gesamte Prozess ist workflowgesteuert.

Das Geldmarktmodul deckt folgende Geschäftsereignisse ab: Interbankgeschäfte, Kundengeschäfte, Eigengeschäfte, Treuhand- und lnterbankgeschäfte sowie traditionelle Anlage/Aufnahme von Geldern verschiedener Währungen zum Liquiditätsausgleich.

Clients & Products

Voll integriert in der Core Suite sind alle produkt- und kundenspezifischen Daten und Funktionen, insbesondere für Kundenstamm, Kartenverwaltung, Limiten, Gebühren und Kontoabschluss. Diese Funktionen bilden den Kern der Stammdatenverwaltung, dem «Golden Record» eines Kernbankensystems.
Die parametrierbare Prozessführung gewährleistet den Banken eine effiziente und individuelle Integration.

Kundenstamm

Das Modul «Kundenstamm» hält vielfältige Daten zu den Kunden fest. Diese umfassen Informationen zu Personen, Adressen, Kommunikationsmitteln, Details der Kundenbeziehung, zur Beziehung von Kundenstämmen untereinander oder zur finanziellen Situation eines Kunden. Als besonderes Feature lässt sich die Funktionalität des Moduls durch Zusatzfelder bankenspezifisch erweitern. Berater haben die Möglichkeit, Kunden nach diversen Kriterien im System gefiltert zu suchen und so analog zu ihrer aktuellen Aufgabenstellung zu bewirtschaften.

Angebot Finnova Services: Data Management / Kundenstammnormierung

In Zeiten der Digitalisierung und des Kostendrucks gewinnt die Industrialisierung des Bankgeschäfts mit der Standardisierung und Automatisierung von Prozessen sowie der Auslagerung von Teilprozessen zunehmend an Bedeutung. Die Vereinheitlichung von Formaten und Daten im Rahmen der Kundenstammnormierung schafft die Voraussetzung hierzu. Mit dem Servicepaket «Finnova Data Management» von Finnova Services unterstützen wir Banken bei der Umsetzung der mehrschichtigen Anforderungen aus der Kundenstammnormierung. Gemeinsam mit dem Kunden werden als Vorbereitung ein massgeschneidertes Konzept für eine Datenanalyse innerhalb der eigenen Kundenstammdaten entwickelt und mögliche Anreicherungs- und Migrationsszenarien geprüft. Anhand eines detaillierten Plans lassen sich die identifizierten Massnahmen zur Verbesserung der Datenqualität zielgerichtet umsetzen und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Einführung der Kundenstammnormierung legen.

Angebot Finnova Services: Data Quality Framework

Das Servicepaket «Finnova Data Quality Framework» von Finnova Services zeigt auf, wo der Schuh drückt. Gemeinsam mit dem Kunden wird ein massgeschneidertes Konzept zur Umsetzung von Bereinigungsarbeiten innerhalb der eigenen Kundenstammdaten entwickelt und mögliche Anreicherungs- und Migrationsszenarien werden geprüft. Anhand eines detaillierten Massnahmenplans lassen sich die identifizierten Optimierungsvorhaben transparent umsetzen. Mit diesem Paket unterstützen wir Kundenvorhaben im Bereich Kundenstammnormierung und Datenkassation und helfen bei der Umsetzung eines Client-Life-Cycle-Konzepts.

Portfoliosaldoübersicht

Mit dem Modul «Portfoliosaldoübersicht» wird ein Grossteil der Kontoprodukte eines Kunden erzeugt und bearbeitet. Ein Kunde kann mehrere Konten oder Depots haben, die in eine oder mehrere Gruppen (Portfolios) zusammengefasst werden.

Geldwäscherei

Mit dem Modul «Geldwäscherei» werden sämtliche kundenstammbezogenen Anforderungen bezüglich der Geldwäschereiverordnung erfüllt.

Kartenverwaltung

Mit dem Modul «Kartenverwaltung» werden unterschiedliche Kartenarten eines Kunden verwaltet, d. h. erzeugt und bearbeitet. Ein Kunde kann mehrere Karten mit unterschiedlichen Limiten haben, sei es als Inhaber oder Bevollmächtigter. Mittels Multikonto-Funktion lassen sich den Debitkarten mehrere Konten zuordnen. Das Modul umfasst alle Geschäftsprozesse rund um das Kartenwesen wie Neubestellung, Anpassen Geoblocking, Bestellung Ersatzkarte, Kartensperrung, PIN-Nachbestellung, Gesamterneuerung und Bestimmung Einsatzgebiet pro Konto. Die Debit- und Kreditkarten von Viseca werden angezeigt und können gesperrt/entsperrt werden. Per Knopfdruck ist die Bestellung einer Ersatzkarte oder eines PIN-Briefes möglich.

Limiten

Das Modul «Limiten» steht für die Echtzeitüberwachung von externen Limiten (Limiten des Kunden) und internen Limiten (Nostrolimiten) zur Verfügung und überwacht die Limiten aus Bankensicht. Dabei stehen folgende Geschäftsereignisse im Vordergrund:

  • Definition von Limiten
  • Festlegung von Rückzugsmöglichkeiten
  • Bewirtschaftung von Betragskündigungen

Tarife

Das Modul «Tarife» ist in der Finnova Banking Software zentral. Es unterstützt die Modellierung von Bankprodukten, d. h. Tarife für die unterschiedlichsten Preiskomponenten, substanziell. Das Tarifkonstrukt kommt bei transaktionsabhängigen und transaktionsunabhängigen Transaktionen zur Anwendung, so bei Börsentransaktionen, der Erstellung des Kontoabschlusses und der Anwendung von weiteren Gebühren.

Gebühren

Im Modul «Gebühren» werden Leistungen be- und verrechnet, die nicht transaktionsorientiert sind. Das Modul deckt eine Vielzahl von Gebührenarten ab. In der Regel werden die anfallenden Gebühren durch einen periodisch ausgelösten Batchprozess berechnet. Der Benutzer hat anschliessend die Möglichkeit, die berechneten Gebühren zu prüfen und bei Bedarf noch Korrekturen vorzunehmen. Berechnungen lassen sich für eine oder mehrere zeitliche Perioden durchführen. Die Gebühren werden anschliessend kumuliert und schliesslich verrechnet. Der Benutzer kann die angefallenen Gebühren im System jederzeit einsehen und dabei den Detaillierungsgrad wählen. Die Gebührenliste umfasst unter anderem:

  • Guthabengebühr
  • All-in-one-Gebühr
  • Retrozessionen
  • Depotgebühr
  • Kostenpflichtige Bezüge
  • Dokumentengebühr

Kontoabschluss

Das Modul «Kontoabschluss» berechnet und verbucht die aufgelaufenen Soll- oder Habenzinsen sowie allfällige Spesen, die laufend anfallen, aber nur periodisch belastet werden. Die Kontoabschlüsse können periodisch im Batchbetrieb oder manuell (online) ausgelöst werden. Dabei stehen verschiedene Abschlussarten zur Verfügung: Unter anderem kann neben einem echten Abschluss auch ein Abschluss zur Information erstellt werden. Mit diesem Modul lassen sich die Dokumente «Kontoauszug», «Zins- und Kapitalausweis» und «Spesennachweis» erzeugen.

Customer Relationship Management

Das CRM-Modul in der Core Suite liefert Beratern um-fassende Informationen und Hilfsmittel, die definieren, welche Produkte auf die spezifischen Voraussetzungen und Bedürfnisse eines Kunden zugeschnitten sind. Diese Parameter lassen sich detailliert und individuell festlegen, was die Etablierung eines bedürfnisgerechten Produkt-, Beratungs- und Verkaufsprozesses ermöglicht. Diverse strukturierte Auswertungen des Kundenprofils und -portfolios lassen Aussagen darüber zu, welche bankinternen Produkte einem Kunden entsprechen. Es ist ebenfalls möglich, das Verkaufspotenzial eines bestimmten Produkts zu bewerten und eine darauf basierende Verkaufskampagne durchzuführen.

Das CRM-Modul regelt die Verwaltung von Pendenzen und Notizen; es beinhaltet die Kundenhistorie und koordiniert den Kundenprozess mit Zahlen, Daten und Fakten. Dank einer individuell festlegbaren Kontakthäufigkeit wird jeder Kunde entsprechend seinen Bedürfnissen regelmässig betreut. Das Modul erlaubt die Umsetzung von Betreuungsrichtlinien, was einer Bank die Gestaltung von individuellen und nachhaltigen Kundenbeziehungen ermöglicht. Die Advisor Workbench (AWB) unterstützt den Berater in seiner täglichen Arbeit. Die entsprechende Beschreibung der AWB ist in der Rubrik «Client Engagement Suite» zu finden.

Tax

Finnova stellt eine ganzheitliche und integrierte Steuerlösung zur Verfügung. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Steuerreportings: Steuerdaten, welche die Bank den Behörden oder an-deren Stellen im Rahmen von regulatorischen Meldepflichten liefern muss, z. B. aufgrund von Abkommen wie FATCA, AIA (Regulatorisches Steuerreporting) oder SRD II, sowie Steuerauszüge für Kunden (individuelle Steuerauszüge).

Die bankseitigen Verpflichtungen zur Erfüllung des regulatorischen Steuerreportings sind vielgestaltig. Im Rahmen des automatischen Informationsaustausches (AIA) und FATCA steht eine vollintegrierte Lösung zur Verfügung. So sind der jeweilige Indiziensuchlauf, die Klassifikation der Bankkundschaft bezüglich Meldepflicht sowie die Erstellung des konsolidierten Reporting-Files für die Steuerbehörde Bestandteil dieser Eigenentwicklung. Das Reporting kann sowohl auf Konto- als auch auf Kundenebene aggregiert erfolgen. Für die Meldungen an die ESTV besteht ein Korrekturmechanismus. Der TIN-Prozess ermöglicht die revisionstaugliche Dokumentation für die nicht erfolgreiche Einholung der TIN (Tax Identification Number) sowie die jährliche Pendenzenerstellung für wiederholte Einholungsbemühungen. Die Prozesssteuerung erfolgt über benutzerfreundliche Eingabemasken (GUIs).

Die Core Suite unterstützt die von der EU geforderte Offenlegung der Aktionäre gemäss der EU-Aktionärsrichtlinie «Shareholder Rights Directive II» (SRD II). Im Kontext des Aktienhandels ausserhalb der EU und des EWR hat diese Richtlinie auch Auswirkungen auf die Finanzinstitutionen und ihre Intermediäre.

Kundenseitige Steuerauszüge nach schweizerischem Recht werden mit allen notwendigen Informationen direkt aus der Core Suite erstellt. Zwecks Flexibilisierung wird ein separater Datenhaushalt geführt. Es ist möglich, die steuerrelevanten Informationen zu mutieren sowie Kurse und zusätzliche Transaktionen zu erfassen. Die Finnova-Applikation erstellt, druckt und archiviert die Steuerauszüge. Der Steuerauszug kann auf Stufe Kunde oder im Standard auf Basis des Portfolios erstellt werden. Für die E-Banking-Kunden werden die Steuerauszüge online verfügbar gemacht. Auf Wunsch werden Kennzahlen zur Gebührenberechnung zur Verrechnung an die Bankkunden bereitgestellt.

Ebenso selbstverständlich ermöglicht die Core Suite die Erstellung des Schweizer Steuerauszugs in elektronischer Form. Dabei ermöglicht der maschinell lesbare PDF417-Barcode eine teilautomatisierte Verarbeitung ohne Medienbruch von der Bank (Erstellung) über den Kunden (Steuererklärung) bis zu den Steuerbehörden (Veranlagung).

Für deutsche Bankkunden steht in der Finnova Banking Software bis und mit Veranlagungsperiode 2017 die Funktionalität zur Erstellung des Steuerauszugs gemäss den Vorgaben der deutschen Steuergesetzgebung zur Verfügung. Für die Veranlagungsperiode 2018 bzw. seit dem 01.01.2019 besteht die Möglichkeit, den Steuerauszug für Deutschland — und auf Wunsch auch für weitere Länder — über Drittanbieter zu beziehen. Finnova bereitet die Daten auf einem konsistenten und qualitativ hohen Niveau auf und stellt sie den Drittanbietern zur Generierung der Steuerauszüge für die angebotenen Länder zur Verfügung. Um kundensensitive Daten zu schützen, erfolgen sowohl die Adressanreicherung als auch der Druck, die Gebührenberechnung, der Versand sowie die Archivierung des Steuerauszugs in der Finnova Banking Software.

Die Maske «Steuerprofil Übersicht» konsolidiert alle steuerrelevanten Themen der Bankkundschaft. So können die Compliance-Verantwortlichen oder auch die Kundenberater auf einen Blick ersehen, welche Meldepflichten für ihre Kunden bestehen oder welche Steuerauszüge für sie generiert wurden.